Galerieraum 2019

5. Ausstellung / 5. Okt. bis 24. Nov.

Eröffnung : Sa 5. Okt. ab 16.00 

 Fotodokumentarische Ausstellung "30 Jahre Museum Kautzen",    

mit Musik, G'schichterln rund ums Museum, und Fest-Jause mit Kuchen und Kaffee,

zum 30. Geburtstag des Museums : bis 22.00  geöffnet  !! - 
Musikalische Umrahmung mit dem Strawanzer-Duo, Jörg Kirchberger und
Paul Braunsteiner/Gitarre

mit handwerklichen Vorführungen einiger  MitarbeiterInnen des  Lebenden Museums .

 

 Lesung : So 3. November: 15.00 Herbstliche Lesung / Eintritt 10.- ,
um Platzreservierung wurde gebeten ! (0664 53 128 23)
 ...unser kleines Museum platzte fast....
Der Waldviertler Autor Thomas Sautner las  eine genußvolle Auswahl aus seinen Büchern, mit musikalischer Begleitung von Günther Novak aus Griesbach Daniela Dangl aus Waidhofen/Thaya las 2 kurze lebendige Erzählungen, wovon wir hoffentlich bald mehr hören werden !
 
Eintritt zur Lesung mit Musik: 10.-,
im Zelt vor dem Museum gab es von  10.00 - ca. 16.30 Köstlichkeiten von
GROSSAUER EDELKONSERVEN aus Schönberg am Kamp- Verkaufsstand: 

 die besten Pestos (auch zum Kosten), Wein vom Weingut Grossauer aus dem Kamptal, und  u.a. literarisch-kulinarische  Köstlichkeiten der Region.
  Die Ausstellung "30 Jahre Museum Kautzen" konnte  bis 17.00  besichtigt werden. 

 

 6. Ausstellung  / 1. Dez. bis 22. Dez.

ERÖFFNUNG  der Adventausstellung

So 1. Dez. 10.00, mit Lesung von  Paul Richter und Eva Feichtinger, musikalisch begleitet von Michaela Haidl/Gitarre und Hackbrett,

" Engel + Co" ... von überall hergeflogen ...  Weihnachtsfrauen - und Weihnachtsmänner " - aus folgenden 11 künstlerischen kleinen Werkstätten!!

 

Dorothea Siegert-Binder - bunte  witzige Pappmachee-Engerln und Weihnachtsmänner-und frauen fliegen von Freiburg nach Kautzen….  

Ruth Wegerer - wunderschöne textil- goldene Engeln fliegen von Wien nach Kautzen… 

Angelika Gross - keramische heitere  Engeln fliegen von Sieghartsles nach Kautzen… 

Elisabeth Pauer aus Kautzen zeigt gehäkelte Engeln für den Weihnachtsbaum…. 

Maria Karrer - Engel aus Schwemmhölzern fliegen von Salzburg nach Kautzen… 

Andrea Winkler – kleine Engelobjekte aus Porzellan  fliegen von Wien nach Kautzen…

Malakademie Waidhofen/Thaya zeigt kleinformatige  Tiefdrucke mit Engeln und anderen winterlichen Motiven- als Weihnachtskarten und Lesezeichen… 

Barbara Martin aus Pressbaum - weihnachtliche Eierwärmer und Fingerpuppen aus Filz - fliegen von Pressbaum nach Kautzen…

Koni Oberhauser gestaltet  die schönsten künstlerischen poetischen Engelskarten und kleinformatige Drucke, die von  OÖ  nach Kautzen fliegen ! 

Ulrike Kissel - kleine Weihnachtszwerge fliegen von Augsburg nach Kautzen…

Veronika Kyral - Papierengeln zum Selberbasteln fliegen von Wien nach Kautzen,....

Gertrude Svoboda  - 93- jährige Grafikerin aus Wien, zeigt gefaltete Papierengel
Huberta Knoll - Zündholzschachteln , engelhaft gestaltet....

 

 Das Museum und die Ausstellung im Galerieraum  ist auch während des Kautzner Adventmarktes 
am Sa 7. Dez von 14-19.00 und am So 8. Dez . von 10-18.00 geöffnet.
Advent-Lesung am Sa 7.Dez. 18.00, es liest Paul Richter und Eva Feichtinger, musikalisch umrahmt von Sarah Leisch /Harfe.
 Die Lesung wird am So 8.Dez. um 10.30 wiederholt,
musikalisch begleitet von Desch Fritz /Zither.

 

Die folgenden Bilder  zeigen einen Überblick der Museums-Ausstellungen,  die von April bis Sept.2019 im Museum stattgefunden haben:

Die 5. Ausstellung 
"TRAUBENWÄSCHER- ein fast vergessenes Tafelgerät  aus Glas und Metall"-
war im August bis  Sept. zu sehen.
 Die ausgestellten Exponate der wunderschönen Glaskunst-Ausstellung stammten aus Sammlungen von Hr.Paul Richter, Hr. Dir. Stopfer, und anderen privaten Leihgebern.

Traubenwäscher

(auch: Traubenwascher, Traubenspüler oder Traubenwaschglas)

 

Ein fast vergessenes Tafelgerät aus Glas und Metall

 

Bereits im 18. Jahrhundert gab es Tafelgeräte aus Porzellan und Steingut (Meißen), die als Traubenwäscher bezeichnet wurden. Traubenwäscher aus Glas tauchten Mitte des 19. Jahrhunderts auf und wurden von vielen namhaften Glasmanufakturen wie Loetz, Stölzle/Neunagelberg und Moser hergestellt; wahrscheinlich auch von den Firmen Schreiber Vincenz, Glasfabrik in St. Sidonia/Mähren, Schreiber und Neffen, Glashüttenwerke in Lednicka-Rovne/Nord Slowakei und Reich &Co 1930 in Valasske Mezirici.

Die Traubenwäscher wurden in den nachfolgenden Stilepochen bis ca. 1960 produziert. Die letzten Produktionsstätten lagen wahrscheinlich in der ehemaligen DDR, sie wurden aber nicht als Traubenwäscher, sondern als Keksbehälter oder Kosmetikbehälter angeboten, wie ich von tschechischen Sammlern erfahren durfte. Charakteristisch ist immer die stilisierte Form einer Traube in einem Metallgestell.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als sich die Gesellschaftsformen Kaiserhaus, Hochadel, Adel, Bürgertum und Proletariat massiv veränderten, entwickelte sich in vielen Kreisen eine neue Art der Tischkultur. Es wurde darauf Wert gelegt, seinen Wohlstand herzuzeigen.

Es war dies die Zeit, in der sich das gehobene Bürgertum an die Tischkultur des Adels anschloss mit beispielsweise folgenden Neuerungen: Platzteller, Vorlegebesteck, Serviettenringe, Besteckbänkchen und Traubenwäscher.

Da es heute kaum noch jemanden gibt, der Traubenwäscher verwendet, sind wir, was die Verwendung dieses Tafelgeräts betrifft, nur auf Vermutungen angewiesen.

Vermutung 1: Die Trauben wurden in gewaschenem Zustand vorgelegt, mit der Traubenschere die Rispen abgelöst und in dem mit Wasser gefüllten Traubenwäscher durch kurzes Eintauchen noch einmal vor dem Verzehr gewaschen. Diese Variante halte ich persönlich nicht für sehr sinnvoll, denn, wenn sich mehrere Personen dieser Methode bedienen, kann es mit der Hygiene nicht weit her sein.

Vermutung 2: Der Traubenwäscher diente nur zur Präsentation der gewaschenen, nassen Trauben, da durch seine besondere Form das Abtropfen der Trauben gewährleistet wurde und das Wasser sich im unteren Teil des Traubenwäschers sammeln konnte.

Meine Sammlung enthält Objekte aus ca. 70 Jahren und es werden folgende Stilepochen berührt: Spätklassizismus, Jugendstil, Art Deco und Neue Sachlichkeit.

Die hier gezeigten Objekte stammen unter anderem aus  Leihgaben von Frau Christl Tinkel, Herrn Thomas Fink, der Waldglashütte Zalto in Neunagelberg und aus meiner Sammlung, sowie von dem Pressglassammler Herrn Dir. Eduard Stopfer aus Wien, der mir wunderschöne Objekte aus der nicht mehr im Waldviertel existierenden Glasfabrik Stölzle für diese Ausstellung zur Verfügung stellt.

Eine kurze Beschreibung der Form und des Materials der Objekte:

Das Glas ist fast immer in der stilisierten Form einer Traube mit großen Abweichungen und in verschiedenartigsten Glasarten ausgeführt.

Die Metallgestelle sind meist versilbert, vernickelt oder verchromt. Einige Stücke wurden ohne Metallgestelle gemacht, die beispielsweise von der Firma Stölzle unter der Bezeichnung Traubenwascher, meist in Becherform, angeboten wurden.

Bei manchen Objekten gehört außerdem eine in verschiedensten Formen ausgeführte Traubenschere dazu.

Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Erklärungen nicht wissenschaftlich untermauert sind und jederzeit in Frage gestellt werden können. Ich wäre auch über andere Meinungen und Korrekturen erfreut.

Erwähnenswert ist auch der Umstand, dass fast alle bekannten und renommierten Glashersteller und viele Designer und Gestalter wie Loetz, Moser, Stölzle, Riedel, Wiener Werkstätten, Bakalowits und Hoffmann sich damit befasst haben. In der Ausstellung ist auch Werbematerial obgenannter Firmen zu sehen.
Paul Richter - Ausstellungskurator

 
Die Ausstellung:  "FIGURALES AUS HOLZ "war von Juni  bis August
zu sehen. 
Die 4 ausstellenden KünstlerInnen präsentierten sehr unterschiedliche Arbeiten mit dem Material HOLZ :

Hana Richterova, tschechische Künstlerin, zeigte Figurales aus Holz, geschnitzte Figuren voll Witz, Poesie und Originalität.
Ruth Rindlisbacher , Kärntner Kunsthandwerkerin,  zeigte  Figurales aus gefundenen Schwemmhölzern aus der Drau , dem Fluß ihrer Heimat, minimalistisch gestaltet zu charaktervollen Personen und Wesen.
Dietrich Waldmann, Architekt aus Waidhofen/Thaya, zeigte 2 Holzskulpturen, in formaler Schlichtheit, die während dem Holzsymposium 2017 und 2019  in Waidhofen/Thaya
entstanden sind.
 Katharina Steinegger, Kunsthandwerkerin aus Harmannschlag,  zeigte Holzschemel und Holzbretter mit figuraler Intarsienarbeit.

Ein Buffet-brunch und Live-Musik mit Hubert Sielecki am Dudlsack und Luise Buismann an der Drehorgel begleiteten die Eröffnung kulinarisch und  musikalisch.
 

Die Ausstellung "Bilder einer Schule " zeigte im Mai 2019 Aquarelle und Linoldrucke der SchülerInnen / NMS Kautzen, 1.-4. Klasse -  unter der Leitung von Andrea Köck.

Die 1. Ausstellung "Zeichnung - Kohle - Bleistift" zeigte im April 2019 Werke von jungen  Talenten, die im Waldviertel wohnen oder aus NÖ stammen: Andrea Zobernig, Mohammed Majid, Michael Roher, Sebastian Hermann: