Galerieraum 2019

Die wechselnden Ausstellungen 2019  im Galerieraum sind  unter "Aktuelles Programm" im Überblick aufgelistet.Der Galerieraum präsentiert 6 wechselnde Ausstellungen im Jahr 2019,

Die aktuelle  Ausstellung "30 JAHRE HEIMATMUSEUM KAUTZEN "
wurde am Sa 5. Okt. 2019 um 16.00 feierlich eröffnet. 
Diese Ausstellung ist bis 24. Nov. an Sonn-und Feiertagen zu sehen.

 Zur Eröffnung sprach der Museumsgründer und langjähriger  Obmann des Museumsvereins 
Franz Perzi -  über die Idee der Museumsgründung, den Werdegang des Museums, über die zahlreichen Sonderausstellungen des Museums. G'schichterln rund ums Museum wurden zum Besten gegeben.Elisabeth Hruska, Obfrau  von 2005 bis 2018, und Paul Richter   erzählten....Musikalisch wurde  der  lange Museums-Abend mit dem Duo STRAWANZER , Jörg Kirchberger und Paul Braunsteiner (Gitarre ) umrahmt.
 Die Jubiläumsausstellung  wurde von  Gemeinderat Klaus Kolar eröffnet.
Obfrau Gerda Kohlmayr sprach  über die zukünftigen Pläne des Museums Kautzen.
Der   neue Museumsfolder - gestaltet von der jungen talentierten Grafikerin Valeria Lehner aus Gars am Kamp-wurde erstmals präsentiert.
Im Lebenden Museum wurden  an diesem Samstag  extra Handwerksvorführungen durch die MuseumsmitarbeiterInnen gezeigt.
Die Frottierweberei Herka,  bot an diesem  Samstag extra um 14.30 eine Führung durch die Weberei an.
 Das Lebende Museum zeigte am So 6. Okt. Handwerksvorführungen von 9-12.00.
Auch 3 GasthandwerkerInnen waren diesmal zu sehen:
Heike Adler aus Langschwarza, zeigte das Handwerk des Tapezierens an einem Stockerl,

die Wiener Modistin Wally Jungwirth gab Einblicke in das Hutmacherhandwerk,
Kathi Herzog aus Weinern zeigte wieder Steinmalerei-Miniaturporträts.
 

Die nächste und LETZTE SEHENSWERTE AUSSTELLUNG 2019:
"ENGEL......von überall hergeflogen...Weihnachtsmänner und Weihnachtsfrauen..."

Verkaufsausstellung mit den witzigsten weihnachtlichen Figuren aus diversen kleinen Design-und Handwerksstätten!
 FOTOS der Engel sind hier demnächst zu sehen...

 Folgende Designer und HandwerkerInnen werden mit ihren Engeln, Weihnachtsmännern und Weihnachtsfrauen  in der Ausstellung vertreten sein: 

Dorothea Siegert-Binder - bunte  witzige Pappmachee-Engerln und Weihnachtsmänner-und frauen fliegen von Freiburg nach Kautzen ,  Ruth Wegerer - wunderschöne textil- goldene Engeln fliegen von Wien nach Kautzen, Angelika Gross - keramische heitere  Engeln fliegen von Sieghartless nach Kautzen, Elisabeth Pauer aus Kautzen zeigt gehäkelte Engeln für den Weihnachtsbaum, Maria Karrer - Engel aus Schwemmhölzern fliegen von Salzburg nach Kautzen, Malakademie Waidhofen/Thaya zeigt kleinformatige  Tiefdrucke/Billets mit Engeln und anderen winterlichen Motiven- als Weihnachtskarten und Lesezeichen, 
Barbara Martin aus Pressbaum - weihnachtliche Eierwärmer und Fingerpuppen aus Filz fliegen von Pressbaum nach Kautzen,   Koni Oberhauser gestaltet  die schönsten künstlerischen poetischen Engelskarten und kleinformatige Drucke, die von  OÖ   nach Kautzen fliegen ! Ulrike Kissel - kleine Weihnachtszwerge fliegen von Augsburg nach Kautzen,
Veronika Kyral - Papierengeln zum Selberbasteln fliegen von Wien nach Kautzen,....u.a.

 

Diese BESONDERE FRÖHLICHE WEIHNACHTSAUSSTELLUNG  wird am So 1. Dez um 10.00 eröffnet,

 mit einer LESUNG  (über Engeln und andere Wesen...) mit  Paul Richter und Eva Feichtinger und musikalischer Umrahmung .

weiters geöffnet:
am Wochenende des Kautzner Adventmarktes in der Schule neben dem Museum:
am Sa 7. Dez . 14-19.00 ,  mit Adventlesung um 18.00 von Paul Richter und musikalischer Begleitung mit Sarah Leisch - Harfe,
am So 8. Dez. 10-18.00,um 10.30   Wiederholung der Adventlesung vom 7. Dez . mit Zitherbegleitung von  Fritz Desch,
Das Museum und die Ausstellung ist weiters geöffnet :
am Do Abend 12. Dez. 19-20.30,
am So 15. Dez   9-16.00,   
So 22. Dez. 9-16.00,
und  nach Vereinbarung.(0664 53 128 23,  0664 6363 204)

 

Die folgenden Bilder  zeigen einen Überblick der Ausstellungen,  die von April bis Sept.2019 im Museum stattgefunden haben:

Die 5. Ausstellung 
"TRAUBENWÄSCHER- ein fast vergessenes Tafelgerät  aus Glas und Metall"-
war im August bis  Sept. zu sehen.
 Die ausgestellten Exponate der wunderschönen Glaskunst-Ausstellung stammten aus Sammlungen von Hr.Paul Richter, Hr. Dir. Stopfer, und anderen privaten Leihgebern.

Traubenwäscher

(auch: Traubenwascher, Traubenspüler oder Traubenwaschglas)

 

Ein fast vergessenes Tafelgerät aus Glas und Metall

 

Bereits im 18. Jahrhundert gab es Tafelgeräte aus Porzellan und Steingut (Meißen), die als Traubenwäscher bezeichnet wurden. Traubenwäscher aus Glas tauchten Mitte des 19. Jahrhunderts auf und wurden von vielen namhaften Glasmanufakturen wie Loetz, Stölzle/Neunagelberg und Moser hergestellt; wahrscheinlich auch von den Firmen Schreiber Vincenz, Glasfabrik in St. Sidonia/Mähren, Schreiber und Neffen, Glashüttenwerke in Lednicka-Rovne/Nord Slowakei und Reich &Co 1930 in Valasske Mezirici.

Die Traubenwäscher wurden in den nachfolgenden Stilepochen bis ca. 1960 produziert. Die letzten Produktionsstätten lagen wahrscheinlich in der ehemaligen DDR, sie wurden aber nicht als Traubenwäscher, sondern als Keksbehälter oder Kosmetikbehälter angeboten, wie ich von tschechischen Sammlern erfahren durfte. Charakteristisch ist immer die stilisierte Form einer Traube in einem Metallgestell.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als sich die Gesellschaftsformen Kaiserhaus, Hochadel, Adel, Bürgertum und Proletariat massiv veränderten, entwickelte sich in vielen Kreisen eine neue Art der Tischkultur. Es wurde darauf Wert gelegt, seinen Wohlstand herzuzeigen.

Es war dies die Zeit, in der sich das gehobene Bürgertum an die Tischkultur des Adels anschloss mit beispielsweise folgenden Neuerungen: Platzteller, Vorlegebesteck, Serviettenringe, Besteckbänkchen und Traubenwäscher.

Da es heute kaum noch jemanden gibt, der Traubenwäscher verwendet, sind wir, was die Verwendung dieses Tafelgeräts betrifft, nur auf Vermutungen angewiesen.

Vermutung 1: Die Trauben wurden in gewaschenem Zustand vorgelegt, mit der Traubenschere die Rispen abgelöst und in dem mit Wasser gefüllten Traubenwäscher durch kurzes Eintauchen noch einmal vor dem Verzehr gewaschen. Diese Variante halte ich persönlich nicht für sehr sinnvoll, denn, wenn sich mehrere Personen dieser Methode bedienen, kann es mit der Hygiene nicht weit her sein.

Vermutung 2: Der Traubenwäscher diente nur zur Präsentation der gewaschenen, nassen Trauben, da durch seine besondere Form das Abtropfen der Trauben gewährleistet wurde und das Wasser sich im unteren Teil des Traubenwäschers sammeln konnte.

Meine Sammlung enthält Objekte aus ca. 70 Jahren und es werden folgende Stilepochen berührt: Spätklassizismus, Jugendstil, Art Deco und Neue Sachlichkeit.

Die hier gezeigten Objekte stammen unter anderem aus  Leihgaben von Frau Christl Tinkel, Herrn Thomas Fink, der Waldglashütte Zalto in Neunagelberg und aus meiner Sammlung, sowie von dem Pressglassammler Herrn Dir. Eduard Stopfer aus Wien, der mir wunderschöne Objekte aus der nicht mehr im Waldviertel existierenden Glasfabrik Stölzle für diese Ausstellung zur Verfügung stellt.

Eine kurze Beschreibung der Form und des Materials der Objekte:

Das Glas ist fast immer in der stilisierten Form einer Traube mit großen Abweichungen und in verschiedenartigsten Glasarten ausgeführt.

Die Metallgestelle sind meist versilbert, vernickelt oder verchromt. Einige Stücke wurden ohne Metallgestelle gemacht, die beispielsweise von der Firma Stölzle unter der Bezeichnung Traubenwascher, meist in Becherform, angeboten wurden.

Bei manchen Objekten gehört außerdem eine in verschiedensten Formen ausgeführte Traubenschere dazu.

Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Erklärungen nicht wissenschaftlich untermauert sind und jederzeit in Frage gestellt werden können. Ich wäre auch über andere Meinungen und Korrekturen erfreut.

Erwähnenswert ist auch der Umstand, dass fast alle bekannten und renommierten Glashersteller und viele Designer und Gestalter wie Loetz, Moser, Stölzle, Riedel, Wiener Werkstätten, Bakalowits und Hoffmann sich damit befasst haben. In der Ausstellung ist auch Werbematerial obgenannter Firmen zu sehen.
Paul Richter - Ausstellungskurator

 
Die Ausstellung:  "FIGURALES AUS HOLZ "war von Juni  bis August
zu sehen. 
Die 4 ausstellenden KünstlerInnen präsentierten sehr unterschiedliche Arbeiten mit dem Material HOLZ :

Hana Richterova, tschechische Künstlerin, zeigte Figurales aus Holz, geschnitzte Figuren voll Witz, Poesie und Originalität.
Ruth Rindlisbacher , Kärntner Kunsthandwerkerin,  zeigte  Figurales aus gefundenen Schwemmhölzern aus der Drau , dem Fluß ihrer Heimat, minimalistisch gestaltet zu charaktervollen Personen und Wesen.
Dietrich Waldmann, Architekt aus Waidhofen/Thaya, zeigte 2 Holzskulpturen, in formaler Schlichtheit, die während dem Holzsymposium 2017 und 2019  in Waidhofen/Thaya
entstanden sind.
 Katharina Steinegger, Kunsthandwerkerin aus Harmannschlag,  zeigte Holzschemel und Holzbretter mit figuraler Intarsienarbeit.

Ein Buffet-brunch und Live-Musik mit Hubert Sielecki am Dudlsack und Luise Buismann an der Drehorgel begleiteten die Eröffnung kulinarisch und  musikalisch.
 

Die Ausstellung "Bilder einer Schule " zeigte im Mai 2019 Aquarelle und Linoldrucke der SchülerInnen / NMS Kautzen, 1.-4. Klasse -  unter der Leitung von Andrea Köck.

Die 1. Ausstellung "Zeichnung - Kohle - Bleistift" zeigte im April 2019 Werke von jungen  Talenten, die im Waldviertel wohnen oder aus NÖ stammen: Andrea Zobernig, Mohammed Majid, Michael Roher, Sebastian Hermann: